Im Tarifvertrag wurden die Lohnskalen in die jeweiligen Tarifverträge aufgenommen. Siehe den Tarifvertrag für Ihren eigenen Sektor. In den untersuchten Ländern ergibt sich ein allgemeines Bild davon, dass spezifische Initiativen zur Gleichstellung der Geschlechter im Einzelhandel begrenzt sind und häufig keine Auswirkungen haben. Dies geht einher mit einer großen Vielfalt an Situationen und allgemeinen Politiken in Bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter in ganz Europa. Zu den wichtigsten Entwicklungen und Maßnahmen in diesem Bereich gehören die folgenden: So ist Teilzeitarbeit derzeit ein sehr kontroverses Thema im Einzelhandel in Italien. Die Tarifverhandlungen auf nationaler Ebene haben ergeben, dass Teilzeitverträge von weniger als 16 Stunden pro Woche (acht Stunden für Studenten) im Einzelhandel nicht in Anspruch genommen werden können. Darüber hinaus wollen zahlreiche Teilzeitbeschäftigte ihre Arbeitszeit erhöhen oder in Vollzeit wechseln, um ihr Einkommen zu erhöhen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, werden jährliche Analysen im Rahmen von Tarifverhandlungen auf Unternehmensebene bei einigen Einzelhändlern durchgeführt, um zusätzlich zu den vertraglichen Arbeitsstunden die zusätzlichen Arbeitsstunden von Teilzeitbeschäftigten zu ermitteln. Übersteigen diese Zusatzstunden ein bestimmtes Niveau, so erhöht sich die Arbeitszeit der Teilzeitbeschäftigten, so dass sie sich allmählich dem Vollzeitbetrag nähert. Einer der Gründe für die jüngste Nichterneuerung des nationalen Tarifvertrags für den Einzelhandel war die Nichteinigung über die Regelung der Teilzeitarbeit, wobei die Forderungen der Arbeitgeber auf den Widerstand der Gewerkschaften stießen. Die Arbeitgeberorganisation Confcommercio hat vorgeschlagen, dass die derzeitigen “Elastizitätsklauseln” (die die Dauer der Arbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten erhöhen) und die “Flexibilitätsklauseln” (die den Arbeitszeitplan variieren) auf betrieblicher und nicht auf nationaler Ebene geregelt werden sollten; die Obergrenze für die Zusatzstunden der Teilzeitbeschäftigten sollte die von Vollzeitbeschäftigten geleistete Arbeitszeit sein; und Teilzeitbeschäftigte sollten Gründe für die Verweigerung von Zusatzstunden vorgeben. Anmerkungen: NACE 52 = Einzelhandel, ausgenommen Kraftfahrzeuge und Motorräder, sowie Reparatur von persönlichen und Haushaltswaren; Polen nicht enthalten (keine Daten); Ausnahmen bis zum Bezugsjahr 1997 – Lettland und Litauen (1998), Zypern und die Slowakei (1999) und Malta (2000). Nicht freiwillige Teilzeitarbeit ist auch in Schweden ein wichtiges Thema, wo die Sozialpartner an einem Projekt zur Verringerung des Umfangs dieser Arbeit im Einzelhandel sowie in anderen Sektoren zusammenarbeiten.

In den meisten Ländern ist jedoch allgemein zu sehen, dass Teilzeitarbeit – wie auch andere Formen der “atypischen” Arbeit, wie z. B. Leiharbeit, ein wichtiges Thema für die politische Debatte und den sozialen Dialog auf nationaler Ebene sein kann, aber nicht speziell im Einzelhandel. Die Unionsdichte ist ein guter Indikator für den Vergleich des Grades der Gewerkschaftspräsenz. Die nachstehende Abbildung vergleicht die Gewerkschaftsdichte im Einzelhandel mit der in der gesamten Wirtschaft für die 14 Länder, für die Daten vorliegen.

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